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Bilder Modell Bestand mit Erweiterungbauten (hellgrau) > |
| Bauten |
| Erweiterung und Sanierung Alterswohnheim Riedhof |
| Zürich-Höngg, 2013 - 2016 |
| in Zusammenarbeit mit S+M Architekten AG, Zürich |
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Städtebau und Architektur Weiterbauen am Bestand Das Projekt hat durch einen radikalen Strategiewechsel den Status eines Neustarts erhalten. Die projektierte Erweiterung des Altersheims Riedhof orientiert sich neu an den räumlichen und gestalterischen Prinzipien des windmühlenartigen Hauptbaus. Dieser dient als Referenz sowohl für die volumetrischen Ergänzungen wie auch für die Ausgestaltung der Fassaden in Material und Farbe. Die Erweiterungen erfolgen in einer selbstverständlichen Art an den Stellen, die hierfür wie vorgesehen erscheinen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die städtebauliche Setzung gleichzeitig ein erhebliches Potential für das gewünschte Betriebskonzept darstellt. Die Erweiterungen werden mit lediglich drei konzentrierten Eingriffen geplant: 1. Erweiterung Nordflügel die vorbereitete Situation nutzen Der windmühlenartige Hauptbau wird beim Nordfügel um zwei Zimmerachsen verlängert. Dabei wird der bestehende eingeschossige Verwaltungstrakt als Sockel gestärkt, in dem er weitestgehend überbaut wird. Die Erweiterung erscheint als Ergänzung der vorhandenen Baumasse des oberen Nordflügels, es wird keine zusätzliche Fläche im Erdgeschoss überbaut. Zum Park übernimmt sie die bestehende Bauflucht, während sie sich auf der gegenüberliegenden Seite in die Konturlinie des Hofes einschreibt. Ähnlich zu bestehenden Situationen wird die Erweiterung über den Sockel hinausgeschoben und mit Stützen auf den Boden geführt. Zusammen mit dem bestehenden Zimmertrakt entsteht so ein L-förmiger fünfgeschossiger Baukörper, der einen volumetrischen Abschluss des Hauptbaukörpers nach Norden darstellt. 2. Ersatzneubau Speisesaal Öffnung zum Hof und zum Quartier Das heutige Personalhaus Riedhof 2 stand als solitärer Bau nur bedingt mit dem Hauptbau in einem funktionalen und kontextuellen Zusammenhang. Dies wird vor allem durch seinen fehlenden Bezug zum Hof deutlich. Durch den Wegfall des Programmpunkts Personalwohnungen ergab sich die Chance, hier mit einer Erweiterung des Hauptbaus durch einen eingeschossigen Flügel ein zusammenhängendes Erdgeschoss für die Bewohner rund um den Hof zu schaffen. Dadurch verstärkt sich seine städtebauliche Funktion als zweites aussenräumliches Zentrum neben dem Park. Zusätzlich erlaubt der publikumswirk-same Speisesaal direkt an der Strasse und am Riedhofweg die gewünschte Öffnung zum umliegenden Quartier. Der Speisesaal wird auf einem ebenfalls neu gebauten Sockel gestellt, in dem die Küche und die Anlieferung des Riedhofkomplexes liegen. Der Sockel schliesst an den bestehenden Bau des Hofes an und bildet nach oben die allseitigen Aussenräume rund um den Speisesaal. 3. Anbau Bettenlift Der neue Bettenlift wird als zusätzliche Abwicklung in die stark strukturierte Rückseite des Westflügels integriert. Diese Position erlaubt eine Fortführung der äusseren Konturlinie wie auch eine funktionale Positionierung in der Raumschicht der dienenden Elemente. Fassadengestaltung Die Fassaden des Hauptbaus bleiben unverändert. Sämtliche Fassaden der Erweiterungen sind in einem dem Bestand ähnlichen Naturstein in Form und Farbe geplant. Die Fenster der neuen Bewohnerzimmer verlassen das Prinzip der Zwillingsfenster und orientieren sich vielmehr an dem Einzelfenster des fünften Zimmers im bestehenden Nordflügel. Der Speisesaal wird grossflächig mit Bodenfenstern geöffnet, einzelne Wandstücke verankern diesen mit dem Sockel und strukturieren den Raum auch nach Innen. Aussenräume Es werden keine Aussenraumflächen im Park durch Neubauten überstellt. Dieser kann somit in seinen Grundzügen vollumfänglich erhalten bleiben. Gleiches gilt für den Hof im Südwesten. Dessen bestehende Wasser- und Pflanzbecken sind ebenfalls weiterhin die primären Gestaltungselemente. Erschliessung Die Eingangssituation für Bewohner und Besucher an der Riedhofstrasse wird nicht verändert, der Zugang vom Hof in das Gebäude erfolgt neu zentral. Rollstuhlfahrer und Bewohner mit Rollatoren können sowohl über den Park wie auch über den Riedhofweg direkt in das Hauptgebäude gelangen. Die Zufahrt für Taxi, Notfallfahrzeuge und den Betriebsbus verbleibt am Riedhofweg auf Höhe des Westflügels. Eine wesentliche Verbesserung stellt die neue Anlieferungssituation direkt an der Strasse dar. Sie vermeidet die jetzige Befahrung des Riedhofwegs mit Kleinlastern und reduziert so die Belastung dieses öffentlichen Fusswegs mit Fahrzeugen erheblich. Die Feuerwehrzufahrt erfolgt wie gehabt über den Riedhofweg und dem Park zur Ostfassade des Nordflügels. Projektbeschrieb für das Baukollegium Stadt Zürich / 21.11.2013 |